Blind führen – Gib dich ganz in die Hand einer anderen Person

Zeitlicher Rahmen Ca. 10 Minuten
Sozialform Großgruppe in Zweierteams unterteilt
Altersgruppe/Zielstufe geeignet ab dem Kindergarten bis ins Erwachsenenalter
Voraussetzungen Keine
Benötigte Materialien Keine
Schlagworte/Tags/ Kategorien Vertrauen, spielerisch, blind, Einstellungsgrößen, Raumwahrnehmung

Der Baustein im Überblick

In Zweiterteams wird jeweils einer der beiden Partnerinnen blind durch den Raum geführt und muss sich dabei ganz auf den* sehenden Partnerin verlassen.

Ablauf

Eine der beiden Personen des Zweierteams schließt die Augen und streckt eine Hand mit dem Zeigefinger aus. Die zweite Person berührt den Zeigefinger mit dem eigenen. Die Finger dürfen nicht eingehakt werden, sondern werden nur sacht aufeinandergelegt. Bei jüngeren Teilnehmer*innen kann auch die ganze Handfläche aufeinandergelegt werden, doch auch hierbei gilt, sich nicht an der Hand zu nehmen, sondern nur eine leichte Berührung zuzulassen.

Anhand dieser Berührung wird die Person mit geschlossenen Augen nun geführt. Je nach Empfinden der führenden Person mal schneller oder langsamer. Es ist auch möglich andere Bewegungsarten auszuprobieren, wie Rückwärtsgehen, Bücken oder Strecken.

Dabei ist es wichtig, dass das einzige Bewegungssignal die Berührung der beiden Zeigefinger ist. Es darf nicht gesprochen werden und die führende Person ist dafür verantwortlich, dass keine Hindernisse auftreten oder sich Personen in die Quere kommen.
Durch ein Signal der Spielleitung werden die Rollen gewechselt und die führende Person schließt die Augen, um sich leiten zu lassen.

Bezüge zur Sprachförderung

Es bestehen keine direkten Bezüge zur Sprachförderung.

Bezüge zur Medienbildung/Medienkompetenz

Es bestehen keine direkten Bezüge zur Medienbildung. Jedoch kann die nachstehende Variante eine Hilfestellung zum Verständnis von Einstellungsgrößen bieten.

Varianten

Die Führung der blinden Person kann auch über eine Berührung an den Schultern stattfinden. Hierbei wir ein sanfter Druck ausgeübt, um die Richtung zu ändern.
Mit dieser Variante lässt sich eine Vertiefungsübung zum Verständnis der Einstellungsgrößen beim Film verbinden. Die führende Person richtet die blinde Person so aus, dass sie einen bestimmten Gegenstand in der Nähe oder in der Ferne anschaut, sobald sie die Augen öffnet. Auf einen sanften Druck in beiden Schultern hin, öffnet die blinde Person für einen Moment die Augen und schaut an, auf was die führende Person sie ausgerichtet hat. Dies kann bis zu dreimal wiederholt werden. Wenn die Runde beendet ist und alle die Augen wieder geöffnet haben, müssen die Geführten sagen, worauf sie ihren Blick richten sollten und in welcher Einstellungsgröße sie dies in dem Augenblick empfunden haben. Die ehemals führenden Personen können dann bestätigen, ob sie richtig lagen. Nun werden die Rollen wieder gewechselt.

Ein kleiner Zusatz zu dem Spiel kann die Raumwahrnehmung schulen. Bevor eine Person, die geführt wurde, ihre Augen wieder öffnet, wird eine Frage zum Raum gestellt. Beispiel: „Wo sind die Fenster?“, „Wo ist die Tür?“. Die Spieler*innen deuten dann blind in die Richtung, wo das entsprechende Objekt vermutet wird und öffnen anschließend die Augen, um sich zu vergewissern, ob sie den Raum auch mit geschlossenen Augen richtig wahrnehmen konnten.

Autorenschaft

Katharina Gmeinwieser

Lizenzmodell

cc-liz-symbDieser Artikel steht unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Germany Lizenz. Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Katharina Gmeinwieser für «Filme fördern Sprache»

 

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