Übungsprojekt «One-Minute-Film»

Nach Abschluss der Grundausbildung drehen die Stammgruppen einen Übungsfilm. Sie durchlaufen dabei den gesamten Workflow einer Filmproduktion: von der Ideenfindung, über die szenische Ausgestaltung, bis hin zur Erstellung eines Fotoboards als Vorstufe zum eigentlichen Dreh. Auch der digitale Schnitt ist Teil der Übung.

Ziel: Die Jugendlichen sollen die einzelnen Etappen der Filmproduktion und auch die verschiedenen Funktionen am Set selbst erleben, um anschliessend gut im Team zusammen arbeiten zu können. Für die effiziente Kommunikation müssen die verbalen Kommandos und die prototypischen Arbeitsabläufe erlernt werden.

«Für immer Liebe» (2015) «Der verlorene Sohn» (2015)
«Sophie» (2015) «Die Liebesflucht» (2015)

Filmgestalterisch dient das Übungsprojekt wirklich zur Übung. Es geht hier noch nicht um Perfektion. Es geht aber darum, im Nachhinein die typischen Anfängerfehler (z. B. Tonunterbrüche, Anschlussprobleme, Logik der Story, etc.) zu erkennen und für das eigentliche Filmprojekt aus den Gestaltungsfehlern zu lernen.

Die Betreuung konzentriert sich in dieser Phase nur auf die oben genannten Abläufe (z. B.  und auf die Einübung der verbalen Kommandos und auf die Abfolge Story, Fotoboard, Dreh (mit Aufgabenverteilung), Postproduktion.

 
Der Ausschnitt aus der Prozessdokumentation zeigt, dass die Begleiter/innen in dieser Phase ihre Anweisungen noch sehr direktiv geben. Erst, wenn die Handlungsabläufe eingeübt sind, zieht sich die Begleitung schrittweise aus dem Prozess zurück.

Beim Einsatz von empfindlichen Peripheriegeräten (z. B. Tonangel, Tonkabel,…) geht es auch um den Materialschutz. Die Jugendlichen müssen an die sachgerechte Handhabung der Geräte herangeführt werden.