«Mobile Learning» in der Filmbildung

Sprachförderung durch Filmbildung - Mobile LearningForschungsgegenstand und Erkenntnisinteresse

Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets werden zunehmend auch in der Filmbildung eingesetzt. Hier meist als Allroundgerät. d. h. es wird nicht nur die integrierte Kamera – mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen – genutzt, sondern auch die Software für die Postproduktion bzw. allerlei Apps und Anwendungen zur Planung und Strukturierung des Produktionsprozesses. Im Sommercamp 2014 werden zum ersten Mal Tablets (iPads) im Prozess eingesetzt. Dabei gilt es, den technischen und didaktischen Mehrwert der mobilen Szenarien gegenüber Arbeitsumgebungen mit herkömmlichen Kameras und Laptops im Sprachförderkontext auszuloten. Untersucht werden unter anderem motivationale Aspekte des mobilen Lernens sowie die Qualität des Lernprozesses bezogen auf die Bereiche «Mündliche Kommunikation in der Fremdsprache Deutsch» und «Filmgestaltung». Ausserdem soll ermittelt werden, ob und inwieweit die Lern- und Produktionszeit durch die neuen, medienkonvergenten Produktionsworkflows effizienter genutzt werden kann.

Technische Rahmenbedingungen

Im Sommercamp 2014 stehen 10 iPads (iPad Air) zur Verfügung. Jede Stammgruppe (4 Gruppen, jeweils bestehend aus 8 Jugendlichen) erhält zwei Geräte. Zwei weitere Tablets werden temporär bei Bedarf an die Gruppen ausgegeben. Jede Gruppe ist an das zentrale  WLAN-Netzwerk angebunden, im jeweiligen Gruppenraum befindet sich jeweils eine Apple Airport Express Basisstation als Repeater, so dass alle Geräte untereinander vernetzt sind. Alle vier Subnetzwerke sind an einen Router (über Apple Airport extreme) angeschlossen, so dass zusätzlich für alle Gruppen ein Zugang zum Internet möglich ist. Ferner gibt es an 2 Stationen die Möglichkeit drahtlose Präsentationen und Arbeitsabläufe mithilfe von ebenfalls in das WLAN Netzwerk eingebundenen Apple-TVs zu visualisieren. Die WLAN-Ausleuchtung beschränkt sich auf die Arbeitsräume der Stammgruppen und unmittelbare Bereiche rund um das Hauptgebäude.

Verwendete Apps (Auswahl):
  • Filmic Pro als professionelle Videokamera-App
  • Comic Life für die Erstellung von Fotoboards
  • iMovie als Schnittsoftware und für die Erstellung von Filmtrailern
  • Actionbound für die Erstellung von digitalen Lernparcours und für situatives Storytelling an Drehorten
  • WordPress für die Publikation der Filme im Blog
  • Garageband für die Erstellung von Soundtracks
  • Papierflieger für kollaboratives Storytelling und für die Kommunikation von Arbeitsaufträgen
  • PDF Reader für die Verteilung digitaler Lernmaterialien und Handouts
  • VLC Player für das Betrachten von Beispielvideomaterial

Die Tablets sind ferner ausgestattet mit externen Mikros (Tonangeln mit iRig HD mit Rode VideoMic Pro) sowie Stativhalterungen.

Mehrwert Mobilität

Ein Forschungsfokus liegt auch auf dem mobilen Potenzial der Geräte für kontextsensibles Lernen. Welche situativen Lernprozesse ermöglichen mobile Geräte, die mit herkömmlicher Technik nicht unterstützt bzw. angeregt werden könnten? Hier wird insbesondere das Potenzial für Storytelling-Prozesse untersucht, die an Schauplätzen kristallisieren sollen. Es werden sowohl kollaborative als auch virtuell kollaborative mediengestützte Storytellingprozesse untersucht.

Masterarbeit

Daniel Trüby: Erprobung und empirische Analyse des Einsatzes von mobilen Endgeräten im Filmbildungskontext des interkulturellen Sprachfördercamps “Film – Sprache – Begegnung“

Die Masterarbeit wird von Prof. Dr. Horst Niesyto (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) und Dr. Björn Maurer (Pädagogische Hochschule Zürich) betreut.

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